Homöopathie und Schulmedizin im Schulterschluss

Schonende Therapie in der Geriatrie

Zaunrübe, Bittergurke, Küchenschelle und Malakka-Nuss- das sind Bezeichnungen, die man in einem der modernen Food-Lifestyle-Geschäfte erwartet. Dass die aufgeführten Essenzen allesamt Ausgangsstoffe für die Herstellung von klassisch homöopathischen Arzneimitteln sind, ist für den Laien zunächst ungewöhnlich.
Für Sabine Rossen, zertifizierte Homöopathin und Heilpraktikerin aus Lübeck, ist der Umgang mit ihnen elementarer Bestandteil einer ganzheitlichen homöopathischen und naturheilkundlichen Behandlung.
Seit gut zwanzig Jahren begleitet die Mitbegründerin des Netzwerkes Lübecker Heilpraktiker Patienten jeden Alters auf ihrem Heilungsprozess. Seit 2004 führt sie das Qualitätssiegel für klassische Homöopathie der Stiftung Homöopathie-Zertifikat (SHZ), welches alle zwei Jahre neu vergeben wird.
Dass Naturheilkunde wirkt, haben unsere Großmütter über Jahrhunderte mit ihren Behandlungserfolgen bewiesen. Als Alexander Fleming 1928 das Penicillin entdeckte, war dies der wichtigste Meilenstein der Medizingeschichte.
Lange Zeit galten Antibiotika als Wunderwaffe im Einsatz gegen Infektionen. Zu häufig und unkritisch verordnet, verlieren sie jedoch zunehmend ihre Wirksamkeit und schwächen das Immunsystem des Menschen.
Besonders alarmierend dabei ist, so der „Antibiotika- Report“ der DAK-Gesundheit aus dem Jahr 2014, dass Patienten über 60 häufig sogenannte Reserveantibiotika verordnet bekommen- die allerletzte Waffe im Schrank gegen Infektionen.
Genau an diesem Punkt setzt das Behandlungskonzept von Frau Sabine Rossen an. Sie hat sich auf das Gebiet „Homöopathie im Alter“ spezialisiert. Neben ihrer Praxistätigkeit ist sie seit 2009 im Rahmen einer Festanstellung in unterschiedlichen Pflegeeinrichtungen in Ostholstein und Lübeck tätig und damit ein Novum in der Pflegelandschaft.
Hier, wo der Weg sich vermeintlich dem Ende zuneigt, erwartet man alles, nur nicht Aufbruchsstimmung. Doch Sabine Rossen geht in Lübeck neue Wege auf alten Pfaden.
Traditionelle Schulmedizin und klassische Homöopathie können sich, das zeigt ihre Arbeit, zum Wohle des Menschen harmonisch ergänzen.

Die Homöopathin Sabine Rossen formuliert es so: „Durch die homöopathische Behandlung können wir die Nebenwirkungen schulmedizinscher Medikamente und deren Einsatz spürbar reduzieren. Und das führt nachweislich zu einer höheren Lebensqualität der Menschen.“
In der Praxis einer Altenpflegeeinrichtung funktioniert das so. Jedem der 115 Bewohner wird eine begleitende homöopathische Behandlung angeboten. Der monatliche Beitrag von 25 €, der unabhängig von der Anzahl der Konsultationen berechnet wird, ist sozialverträglich gewählt. Auf diese Weise können sich auch Bewohner, die nicht über große finanzielle Mittel verfügen, eine homöopathische Begleitung leisten.
Diese beginnt Frau Rossen mit einer einstündigen Erstanamnese. Die in der Altenpflege spezialisierte Homöopathin erfasst neben der Biografie aktuelle Beschwerden, Vorerkrankungen, Vorlieben und Ängste. Auf diese Weise erhält sie einen komplexen Überblick über Gemütslage und Charakter des Bewohners. Bei demenzkranken Menschen ist sie zwingend auf die Mitarbeit der Angehörigen angewiesen. Sie geben die ihr wichtigen Informationen, die der Betroffene selbst ihr nicht mehr geben kann.
Neben den Bewohnern ist Frau Rossen, die zusätzlich über eine qualifizierte Weiterbildung zur Fachkraft für betriebliches Gesundheitsmanagement verfügt, auch ansprechbar für die Mitarbeiter.
Diese stellten zu Beginn ihrer Tätigkeit die größte Herausforderung dar. Denn sie waren schulmedizinisch geprägt und anfangs sehr skeptisch. Schnelle Erfolge, zum Beispiel in der Behandlung von chronischen Wunden oder bei Verhaltensauffälligkeiten demenzkranker Bewohner gaben ihr Recht.
Inzwischen hat sich, auch dank zahlreicher Schulungen des Personals, ein enges Vertrauens- und Arbeitsverhältnis entwickelt.
Die Informationen, die in Zusammenarbeit mit dem Pflegeteam, den Angehörigen und den behandelnden Ärzten zusammengetragen werden, sind Grundlage für die Verlaufsbeurteilung und Verordnung. Den spannendsten Teil ihrer Arbeit, wie Sabine Rossen sagt.
Die größte Herausforderung besteht in der zunehmenden Multimorbidität der hochaltrigen Bewohner. Denn ein langes Leben hinterlässt unweigerlich seine Spuren an Körper und Geist. Herz- Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Gelenkerkrankungen und nicht zuletzt die Krankheit Demenz führen dazu, dass viele ältere Menschen täglich einen Cocktail unterschiedlichster Medikamente zu sich nehmen und unter der unerwünschten Arzneiwirkung, den Nebenwirkungen, leiden. Diese führen dann häufig zu weiteren Arzneigaben mit nicht abzusehenden Wechselwirkungen.
Umso erstaunlicher, so Frau Rossen, dass die homöopathischen Mittel nicht nur wirken, sondern zu einer Reduzierung der schulmedizinischen Arzneien beitragen können.
Der Erfolg ihrer Behandlung lässt sich zweifelsfrei belegen. Denn sowohl die Behandlungen der Bewohner als auch der Mitarbeiter werden seit Jahren dokumentiert, statistisch erfasst und ausgewertet. Auch wenn die Schweigepflicht nur eine Differenzierung zwischen deutlichen, leichten oder keinen Verbesserungen des Zustandes zulässt, so ist das Ergebnis ihrer Behandlung doch sichtbar.

Antrieb für Sabine Rossen, „auf diesem Weg weiter zu gehen und älteren Menschen mit der homöopathischen Behandlung zu mehr Lebensqualität zu verhelfen“.

 

Zur Person:
Sabine Rossen
Homöopathische Praxis
Dankwartsgrube 58
23552 Lübeck
Tel.: 0451-140 35 205
www.sabine-rossen.de
info@sabine-rossen.de